Eine richtige Jeans für mich

 

Jeans

(English text below)

Ich muss ein Geständnis machen, ich hab Angst vor Hosen! Also davor Hosen zu nähen… eine RICHTIGE Erwachsenenhose (die Skinnyjeans letztes Jahr zählt nicht, die ist ja eher eine Leggings) habe ich zuletzt vor ca. acht Jahren auf der Meisterschule genäht und dort auch nur weil ich es musste. Dabei sind Hosen der Grund warum ich mich ursprünglich so dahinter geklemmt hatte das Nähen ordentlich zu lernen, als Teenie bekam ich einfach keine gut sitzenden Hosen und nähte sie mir darum selbst, also ihr wisst schon in den späten 90ern … so tief sitzend wie es nur möglich war ohne sie zu verlieren und mit einem monströsen Schlag mit dem man auf Grund der Länge auch wunderbar den Boden putzen konnte.

 

IMG_3320

Aber genug davon. Mittlerweile trage ich überwiegend Röcke und Kleider aber so ein zwei wirklich passende Jeans will ich dann doch auch im Kleiderschrank haben. Nachdem ich mich lange darum gedrückt hatte gab ich mir letzte Woche einen Ruck und druckte endlich den “Gingerjeans”-Schnitt aus, der schon lange auf meiner Festplatte schlummerte. Ich beschloss mutig zu sein und schnitt ihn gleich aus dem Originalstoff zu, der Mut zahlte sich aus, ich musste lediglich in der hinteren Mitte zwei-drei Zentimeter wegnehmen, was aber auch am starken Stretchanteil des Stoffs liegen kann.

 

Jeans2

Der Schnitt ist sehr empfehlenswert! Er ist super ausgeklügelt und hat tolle Details, z.B. die Taschenbeutel die bis in die vordere Mitte reichen und dadurch die Bauchregion etwas äh… unterstützen. Man sollte allerdings der Englischen Sprache sehr gut mächtig sein, da die Anleitung zwar schön Illustriert ist, aber eben nicht ganz so deppensicher wie manches deutschsprachige eBook, an manchen Stellen muss man eben wirklich aufmerksam lesen und den Text verstehen um nicht ins Schlingern zu geraten.

Stoff: High stretch denim 8.2 oz von Robert Kaufman

Schnittmuster: Ginger Jeans von Closet Case Files

Und nun noch ganz schnell zu RUMS damit!

I have to confess that I’m afraid of trousers! Well afraid of sewing trousers… it was about eight years ago at fashion school when I last sewed a REAL pair of adult trousers, because I had to. Ironically it were trousers that brought me to master dressmaker’s skills, because as a teen I never found trousers that fitted me and so I began making my own ones, you know, the late 90’s as deep as possible and with a flare you could easily clean the floor because of the redicoulous length, but enough of this. In the meantime I switched to wear mainly skirts and dresses, but nevertheless I need one or two well fitting jeans in my wardrobe. I have longe procrastinated this, but last week I gave myself a kick in the ass and printed out the Ginger Jeans pattern, which I had on my harddisc for a long time. I decided to be daring and cut it out without making a musslin. My boldness was rewarded, it fitted almost perfectly, I just had to tuck in 2 – 3 cm in the center back, but this might be due to the high strech percentage in the fabric.

In my opinion this pattern is highly recommendable, it is very well drafted and has great details, such as the pocket stay that gives ehm… some support to the belly. But if you are not a native speaker you shoud very well be able to read English, the instructions are beautifully illustrated but not in such a detailed, and foolproof way like many european ebooks, at some points it is very neccessary to read the text carefully.

Fabric: High stretch denim 8.2 oz by Robert Kaufman

Pattern: Ginger Jeans  by Closet Case Files

Mein neues Buch ist (fast) da

Wer mir auf Instagram folgt hat vielleicht einige Bildchen von herrlichen Stoffen entdeckt die ich vor einiger Zeit immer mal wieder gepostet hatte.

Phototastic-23_05_2016_962bd150-159f-472f-921b-9f2b2016522c(1)

Nun darf ich endlich verraten, was es mit denen auf sich hat! Diese Stöffchen habe ich alle für mein neues Buch vernähen dürfen, das ab sofort online und im örtlichen Buchhandel vorbestellbar ist. Am 1.Juli wird es erscheinen.

Dieses Werk liegt mir besonders am Herzen. Auch wenn man es hier nicht sehen kann, aber ich nähe unwahrscheinlich gern für meine Kinder und als ich gefragt wurde, ob ich ein Buch mit Babykleidung schreiben wolle, war ich natürlich sofort dabei!

Bald wird es noch mehr Einblicke geben.

zuckersüß

(Almost) real vintage

English text below

Es ist schon einige Wochen her, seit ich dieses Kleidchen genäht habe, aber seitdem bin ich einfach nicht zum Bloggen gekommen.

Es war mein erster Versuch mit einem alten Originalschnittmuster zu arbeiten. Ich hatte es bei etsy entdeckt und war der Meinung, dass der Look der späten 50er und frühen 60er Jahre genau das Richtige für mich ist.

Leider hatte die Durchschnittsfrau damals etwas anders proportioniert zu sein als ich, sprich, die Taille war mir um einiges zu eng. Da ich keine Zeit für ein Probestück hatte entschied ich mich mal wieder mein Prinzip des mutigen Zuschnitts anzuwenden, also ausmessen am Schnitt, Änderungen vornehmen und hoffen dass es funktioniert.

Ich hatte Glück, meine Kalkulation ging auf und ich konnte die Taille anpassen in dem ich einfach die Abnäher etwas kleiner machte. Leider wurde das Rockteil dadurch etwas kompliziert, im Schnittmuster war jede Falte genau festgelegt und der Schlitz der in der vorderen Mitte nötig ist geschickt in einer der Kellerfalten versteckt. Man sollte nicht mitten in der Nacht soetwas zuschneiden, das mit Mathematik verbunden ist. Das Ende vom Lied war jedenfalls, dass die Seitennähte, in die ich übrigens noch Taschen eingebaut habe, nicht mit den Seitennähten im Oberteil korrespondieren… aber ich glaube die Anzahl Leute denen das auffällt ist eher überschaubar.

Ein Detail des Schnittmusters mag ich ganz besonders: der Beleg ist an einem Stück geschnitten, man muss also am Kragenansatz keine Nähte aufeinander ausrichten. In den Rezensionen zu diesem Schnitt die ich im Internet fand wurde genau dieser Umstand als besonders kompliziert kritisiert, aber ich hatte keine Probleme beim Nähen und fand es eine sehr clevere Lösung.

Ich bin mit diesem ersten Versuch insgesamt sehr glücklich! Der Babycord hat genau den richtigen Stand für das Kleid und ist nicht wie ich befürchtet hatte zu starr. An die leicht überschnittenen Schultern in Kombination mit dem angepufften Ärmel musste ich mich erst gewöhnen, aber “das gehört so” es ist die authentische Silhouette für diese Zeit.

Nun brauche ich nurnoch einen ordentlichen Petticoat dafür 🙂

Und ab geht’s zu RUMS

It is already some weeks ago since I made this dress, but I just had not the time to blog.

This was my first attempt with a real vintage pattern. I had discoverd it on etsy and was convinced that this look of the late 50’s / early 60’s is the thing for me.

Unfortunatelly back then the average woman had to have other proportions than me, so to say my waist is way too big. As I had not time to make a toile I decided to apply my principle of “brave cutting” again, that means, measure on the pattern, alter and hope that it will work out.

I was lucky, my calculation was right and I could alter the waist by just making the darts more narrow. Unfortunatelly the skirt now didn’t fit the bodice anymore. In the skirt pattern all the pleats where marked and also the front slit was cleverly hidden in one of them. You should not cut something like that that involves mathemathics in the middle of the night… in the end the side seams of the skirt didn’t match the side seams of the bodice, but I guess the number of people who would see is very limited.

I especially like one feature of the pattern – the facing is cut in one, so you have no seams to match at the collar notch. Some seamstresses who reviewed this pattern disliked this and said it was so fiddly to make, but I had no problems with that.

All in all I’m very pleased with this first trial! The babycord I did use was just right and not as I feared too sturdy. I had to make friends with the sloping shoulder in combination with the slightly shirred sleees, but this is the authentic silhouette for the era.

Now I only need a decent petticoat to go under it 🙂

 

Ganz unglamourös – mein Sylvesterkleid

Hier kommt nun noch ein weiteres Kleid nach meinem eigenen Schnitt.

Übrigens „Swing“ gibt‘s jetzt auch bei makerist!

Da Sylvester bei mir mal wieder reichlich unglamourös werden wird, ich aber doch auch ein Sylvesterkleid haben wollte, habe ich ganz spontan ein „Swing“ aus Alpenfleece genäht. Heute war‘s bei uns hier im Süden auch endlich mal wieder etwas kälter geworden (auf den Nebel hätte ich aber verzichten können)

Ich habe hierbei auch eine neue Kragenvariante ausprobiert. Nunja eigentlich wollte ich einen großen Kuschelkragen konstruieren, aber ich hatte mich mit der Stoffmenge verschätzt, also wurde nur ein breites locker sitzendes Bündchen draus.

Zu meinen guten Vorsätzen für 2016 gehört übrigens endlich mal ordentliche, schöne Fotos für meinen Blog zu machen und dazu nach draußen zu gehen 😉

Übrigens, ja ich weiß dass ich Hausschlappen anhabe auf dem Bild, aber die mussten unbedingt mit drauf!

 

Und nun ab zu RUMS!

Swing! Mein erstes eBook

Nach längerer Funkstille ist es endlich soweit, mein erstes eBook geht nun offiziell in den Verkauf und ich bin mächtig aufgeregt!

Für mich musste natürlich nun auch noch ein zweites “Swing” her, naja, nicht ganz neu, denn es ist eigentlich das Kleid vom Cover. Da dieses als Umstandskleid konzipiert war, habe ich es nochmal aufgetrennt und umgearbeitet zur taillierten Version, den Jersey zu trennen war ziemlich fizzelig, aber ich finde es hat sich gelohnt.

Das eBook zum Kleid bekommt ihr hier in der ebookeria

Und nun ab zu RUMS und Meertje

IMG_2407[1]IMG_2405[1]IMG_2411[1]IMG_2413[1]

Wer mag Probenähen?

Nach einer längeren Funkstille melde ich mich mal wieder zurück und gleich mit großen Neuigkeiten. Mein erstes e-Book ist soeben fertig geworden! Das Schnittmuster ist ein süßes Jerseykleid mit Retro-Touch, aber nicht nur das, es gibt eine Option für werdende und eine für stillende Mamas, alle anderen können das Kleid aber auch nähen und tragen 😉

IMG_2314

Hier zeige ich euch nun die Version mit Kragen, die ich mir genäht habe. Es gibt noch eine mit tieferem Ausschnitt mit Bündchen.

IMG_2293

Nun frage ich: wer mag diesen Schnitt testen? Es gibt die Größen 32-46 mit zwei Ausschnittvarianten.

Wer mitmachen will kann sich bis Samstag den 21.11 um 15 Uhr bewerben. Bitte tut dies mit einem Kommentar auf meiner Facebookseite. Bitte schreibt dazu welche Größe ihr nähen würdet, ggf. ob Schwangerschafts und/oder Stillversion und einen Link zu eurem Blog oder ähnlichem. Kommentare hier im Blog werde ich auch berücksichtigen, die Kontaktaufnahme ist dann aber komplizierter.

Am Samstag abend bekommen alle ProbenäherInnen Schnittmuster und Anleitung zugeschickt, bis zum 2.12. möchte ich dann von euch im Gegenzug schöne Fotos und einen ausgefüllten Fragebogen.

IMG_2309

Und nun auch noch zu RUMS!

Tropische Temperaturen

Für die tropischen Temperaturen die wir hier im tiefen Süden in der letzten Zeit hatten brauchte ich das passende Kleid, natürlich wieder mit einer gehörigen Priese Vintage.

Das Schnittmuster ist aus „Gertie‘s book for better sewing“, das „Sweetheart dress“ in Abwandlung als „Tiki dress“. Mit dem Schnitt bin ich nicht so ganz glücklich, er vertraut nur auf den Effekt des schrägen Zuschnitts und die vordere Mittelnaht, Abnäher sucht man vergeblich. Dhttps://wordpress.com/postarum sitzt das ganze auch eher suboptimal und ich sollte mich auch nicht stark vorn überbeugen wenn ich nicht im Freien stehen will. Aber für diese unglaubliche Hitze (die bei uns hier wohl auch wieder kehren wird) ist das Kleid einfach klasse und macht richtig gute Laune, darin könnt ich den ganzen Tag Calypso tanzen 😉

For the tropical temperatures that we suffered here in the deep south of Germany I needed a dress, of course with some vintage flavour.

The pattern is from „Gertie‘s book for better sewing“, the „sweetheart dress“ in the version „tiki dress“. I‘m not really happy with the pattern, it is fitted only by the bias cut and the centerfront seam, there are no darts. That‘s why it fits me not really good. I should not bend over… But for this terrible heat it‘s the right thing and it makes me want to dance calypso 😉

IMG_1824 IMG_1825 IMG_1826 IMG_1819[1]Hier ist zu guter letzte noch zu sehen wie die pseudo Drappierung am Rock konsturiert wude. Man muss den Rock komplett Abpausen (also ohne Stoffbruch) und dann quer rüber mehrfach einschneiden und auffächern. Der aufgefächerte Bereich wird dann nachher gerafft sodass er an das Oberteil passt.

Here you can see how the fake draped skirt was constructed. You have to trace the whole skirtpattern (without fold) and then make several diagonal cuts and spread it out. The spread out area will be shirred to fit the bottom edge of the bodice.

Und nun ab zu RUMS!