(Almost) real vintage

English text below

Es ist schon einige Wochen her, seit ich dieses Kleidchen genäht habe, aber seitdem bin ich einfach nicht zum Bloggen gekommen.

Es war mein erster Versuch mit einem alten Originalschnittmuster zu arbeiten. Ich hatte es bei etsy entdeckt und war der Meinung, dass der Look der späten 50er und frühen 60er Jahre genau das Richtige für mich ist.

Leider hatte die Durchschnittsfrau damals etwas anders proportioniert zu sein als ich, sprich, die Taille war mir um einiges zu eng. Da ich keine Zeit für ein Probestück hatte entschied ich mich mal wieder mein Prinzip des mutigen Zuschnitts anzuwenden, also ausmessen am Schnitt, Änderungen vornehmen und hoffen dass es funktioniert.

Ich hatte Glück, meine Kalkulation ging auf und ich konnte die Taille anpassen in dem ich einfach die Abnäher etwas kleiner machte. Leider wurde das Rockteil dadurch etwas kompliziert, im Schnittmuster war jede Falte genau festgelegt und der Schlitz der in der vorderen Mitte nötig ist geschickt in einer der Kellerfalten versteckt. Man sollte nicht mitten in der Nacht soetwas zuschneiden, das mit Mathematik verbunden ist. Das Ende vom Lied war jedenfalls, dass die Seitennähte, in die ich übrigens noch Taschen eingebaut habe, nicht mit den Seitennähten im Oberteil korrespondieren… aber ich glaube die Anzahl Leute denen das auffällt ist eher überschaubar.

Ein Detail des Schnittmusters mag ich ganz besonders: der Beleg ist an einem Stück geschnitten, man muss also am Kragenansatz keine Nähte aufeinander ausrichten. In den Rezensionen zu diesem Schnitt die ich im Internet fand wurde genau dieser Umstand als besonders kompliziert kritisiert, aber ich hatte keine Probleme beim Nähen und fand es eine sehr clevere Lösung.

Ich bin mit diesem ersten Versuch insgesamt sehr glücklich! Der Babycord hat genau den richtigen Stand für das Kleid und ist nicht wie ich befürchtet hatte zu starr. An die leicht überschnittenen Schultern in Kombination mit dem angepufften Ärmel musste ich mich erst gewöhnen, aber “das gehört so” es ist die authentische Silhouette für diese Zeit.

Nun brauche ich nurnoch einen ordentlichen Petticoat dafür 🙂

Und ab geht’s zu RUMS

It is already some weeks ago since I made this dress, but I just had not the time to blog.

This was my first attempt with a real vintage pattern. I had discoverd it on etsy and was convinced that this look of the late 50’s / early 60’s is the thing for me.

Unfortunatelly back then the average woman had to have other proportions than me, so to say my waist is way too big. As I had not time to make a toile I decided to apply my principle of “brave cutting” again, that means, measure on the pattern, alter and hope that it will work out.

I was lucky, my calculation was right and I could alter the waist by just making the darts more narrow. Unfortunatelly the skirt now didn’t fit the bodice anymore. In the skirt pattern all the pleats where marked and also the front slit was cleverly hidden in one of them. You should not cut something like that that involves mathemathics in the middle of the night… in the end the side seams of the skirt didn’t match the side seams of the bodice, but I guess the number of people who would see is very limited.

I especially like one feature of the pattern – the facing is cut in one, so you have no seams to match at the collar notch. Some seamstresses who reviewed this pattern disliked this and said it was so fiddly to make, but I had no problems with that.

All in all I’m very pleased with this first trial! The babycord I did use was just right and not as I feared too sturdy. I had to make friends with the sloping shoulder in combination with the slightly shirred sleees, but this is the authentic silhouette for the era.

Now I only need a decent petticoat to go under it 🙂